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Corona in Oberhavel++Beherbergungsverbote++Tiergarten-Mord

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Liebe Leserinnen und Leser,
“wir sind voll in der zweiten Welle” - so sprach gestern Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Dazu passt diese Meldung von heute: Der Landrat des Kreises Oberhavel, Ludger Westkamp, ist positiv auf Corona getestet worden - und zwar einen Tag nachdem er in Anwesenheit fast aller Bürgermeister den Kitavertrag des Landkreises unterzeichnet hat. Nun droht Oberhavel der kommunalpolitische Ausnahmezustand. Mehrere Stadtoberhäupter begaben sich heute freiwillig in Quarantäne. Die Amtsgeschäfte der Kreisverwaltung übernimmt ab sofort Vize-Landrat Egmont Hamelow. Unsere Oranienburger Kollegen haben sich in den Rathäusern umgehört: Hier lesen Sie das Ergebnis.
Aufatmen können dagegen Brandenburgs Schüler: Trotz einiger Lernrückstände wegen des Corona-Lockdowns im Frühjahr sollen die Osterferien im kommenden Jahr wie geplant stattfinden. Auch einen flächendeckenden Samstagsunterricht wird es nicht geben. Darüber war nachgedacht worden, um den ausgefallenen Unterricht nachholen zu können. Lediglich an einzelnen Schulen könne es dies geben, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) heute.
In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden um 48 erhöht. Laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 4570 Infektionen statistisch erfasst. Erstmals seit drei Monaten ist in Brandenburg auch wieder ein Mensch nach einer Corona-Infektion gestorben. Es handelt sich um einen 87-jährigen Mann, der in einem Spremberger Krankenhaus verstarb, teilte der Landrat von Spree-Neiße, Harald Altekrüger (CDU), mit.
Reisen wird derweil immer komplizierter. Die Bundesländer haben heute ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen vereinbart - allerdings haben fünf Länder zu dem Beschluss jeweils unterschiedliche Protokollerklärungen abgegeben. In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, dass Personen aus solchen Risikogebieten nur in Beherbungsbetrieben übernachten dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein.
Wenn Sie in den Herbstferien verreisen wollen, empfehle ich Ihnen, sich vorher genau über die aktuell geltenden Bestimmungen zu informieren - am besten auf MAZ-online.de.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend - bleiben Sie gesund!
Ihr
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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