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100 Jahre Avus++Potsdamer Autorin auf Buchpreis-Shortlist++Meningokokken an Belziger Oberschule

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich muss neun oder zehn Jahre alt gewesen sein, als meine Eltern mit mir das erste Mal nach Berlin fuhren. Als nordhessisches Landei war das damals natürlich sehr aufregend, und noch euphorischer wurde ich, als ich erfuhr, dass wir in einem echten Motel an der Avus übernachten würden. Ich wusste zwar nicht genau, wer oder was eine Avus ist, aber die Aussicht aufs Bestaunen von vielen Hundert Autos pro Tag ließ mein PS-begeistertes Kinderherz höher schlagen.
Und ich wurde nicht enttäuscht: Was andere Urlauber eher als störend empfinden (Autolärm nonstop), wog mich sanft in den Schlaf. Das kultige Motel mit rundem Turm und Daimler-Stern, das gleichzeitig als Avus-Museum dient und wohl eher selten Familienurlauber beherbergt, blieb mir in fantastischer Erinnerung. Schnitzel mit Pommes, ob ich dazu schon Cola trinken durfte, weiß ich nicht mehr. War alles super. Dass der Umgangston in der Lokalität durchaus rauer war als im Hilton, nahm mein kindliches Ich gar nicht wahr. Einen Erfahrungsbericht, wie Erwachsene eine Nacht in diesem Motel erleben, hat mein Kollege Ulrich Wangemann aufgeschrieben.
Nun feiert die legendäre Rennstrecke, die jetzt ein Teil der A115 ist, ihr 100-Jähriges Bestehen. Eine Trasse, geschichtsträchtig wie kaum eine andere in der Welt: “In der Kaiserzeit entwickelt, in der Weimarer Republik eingeweiht, in der Nazizeit missbraucht, im Vier-Mächte-System Transitstrecke und nach dem Mauerfall das Aus als Rennstrecke,” sagt der gelernte Kfz-Mechaniker und heutige Verleger Ulf Schulz über die Avus. Die legendären Geschwindigkeitsrekorde, bei denen die Silberpfeile von Mercedes teilweise 400 km/h erreichten, sind schon mehr als 80 Jahre her. Jetzt gilt Tempo 100 auf der Avus. Bei dem aktuellen Verkehrsaufkommen vermutlich auch besser so.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Viele Grüße,
Robin Williamson
Chef vom Dienst (Digital)
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