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9-Euro-Ticket startet morgen++Tankrabatt schon Mittwoch spürbar?++Öl-Embargo-Kompromiss

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
spannende Tage liegen vor uns: Zum einen sind von morgen an die 9-Euro-Tickets gültig, zum anderen gilt der von der Bundesregierung beschlossene Tankrabatt. Und wir erhalten endlich Antworten auf die Fragen, die in Deutschland in den vergangenen Wochen rauf- und runterdiskutiert wurden. Bricht der ÖPNV ab Juni ob der enormen Nachfrage zusammen? Sind die Tankstellen für den Ansturm gewappnet ? Wird der Sprit wirklich günstiger, oder profitieren von der Senkung der Energiesteuer in Wirklichkeit nur die Mineralölkonzerne? Und: Wird Sylt von Touristen überrannt, wie Einige auf der Insel der Reichen und Schönen jüngst befürchtet haben?
Meine Prognose: Ja, die Bussen und Bahnen werden deutlich voller, vielleicht noch nicht morgen, aber spätestens zu Pfingsten. Und wer ab und zu sein Rad mit in den Zug nimmt, sollte sich das in Zukunft gut überlegen - denn dafür wird der Platz nur noch selten reichen, zudem ist für die Räder ein Extra-Ticket nötig. Dennoch werde ich das 9-Euro-Ticket auf jeden Fall kaufen - und wenn es nur dafür ist, ab und zu ein paar Einkäufe zu transportieren.
Experten warnen Autofahrerinnen und Autofahren indes davor, sich allzu sehr auf den 1. Juni als Stichtag einzuschießen. Es sei gut möglich, dass ein Preisnachlass an der Zapfsäule dann noch nicht erkennbar sein wird, da aus den Schläuchen noch der von den Tankstellen im Mai eingekaufte, teurere Sprit fließt. Ab wann ein spürbarer Preisnachlass wahrscheinlich ist, hat mein Kollege Ulrich Wangemann recherchiert.
Der größte Teil des Treibstoffs in unseren Tanks wird wohl noch bis Ende 2023 aus russischem Öl hergestellt worden sein. Das ist die Folge des Öl-Embargos light, auf das sich die EU-Staaten jetzt geeinigt haben. Deutschland und Polen werden demnach u.a. ab kommendem Jahr auf die Einfuhr von Öl aus dem nördlichen Teil der “Drushba”-Pipeline verzichten - an die auch die PCK-Raffinerie in Schwedt angeschlossen ist, die den allermeisten Kraftstoff für die hiesige Region herstellt.
Ab Anfang 2023 braucht PCK Rohöl aus anderen Quellen. Zum Beispiel auf dem Seeweg via Rostock. Die Anlage in der Uckermark verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl und müsste ihre Kapazitäten in diesem Fall wohl herunterfahren.
Herzliche Grüße,
Robin Williamson
Chef vom Dienst (Digital)
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