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Anschlag in Kabul++Wahllokal-Schwund++Tesla-Anhörung nur online

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Liebe Leserinnen, liebe Leser;
er ist nicht mehr jung und er braucht wohl das Geld. Das war mein erster Gedanke, als ich von der kuriosen Klage gelesen habe, die ein gewisser Spencer Elden gegen die noch lebenden Nirvana-Musiker Krist Novoselic und Dave Grohl und gegen die Erben von Kurt Cobain angestrengt hat. Es geht um das berühmte Albumcover von „Nevermind“, auf dem ein nackiges Baby (Elden im Alter von vier Monaten) hinter einer Dollarnote herschwimmt, die an einem Angelhaken hängt. Das sei, behauptet er, “Kinderpornografie”, und verlangt nicht einmal, nicht zweimal, sondern dreimal 150.000 Dollar.
Den Grunge-Urknall “Nevermind” von 1991 hat keiner der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für die Bundestagswahl als ihr oder sein Allzeit-Lieblingsalbum genannt. Das Musikmagazin “Rolling Stone” befragt die Politiker in seiner aktuellen Ausgabe nach ihren musikalischen Vorlieben. Auf die Frage „Haben Sie ein absolutes Lieblingsalbum, zu dem Sie immer wieder zurückkehren?“ nennt Annalena Baerbock “Wish You Were Here” von Pink Floyd, während Olaf Scholz und Armin Laschet herumeiern.
Scholz mag nach eigenem Bekunden “Rock, Jazz und Klassik” - so klingt die Antwort eines Mannes, der sicherheitshalber Gürtel UND Hosenträger anhat. Armin Laschet wiederum sagt, er sei “textsicher bei Schlagern”. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Christdemokraten ausgelassen springen und singen: Moskau, Moskau, wirf’ die Gläser an die Wand. Hohohohoho Hey!
Bei der Frage nach zuletzt besuchten Konzerten erweist sich der Aachener als Mann des Mainstreams – U2, Mark Forster, Amy McDonald, Peter Maffay. Olaf Scholz erinnert sich hingegen, mit hanseatisch vornehmem Distinktionsgewinn, an Besuche beim Festival Jazz Baltica in Schleswig-Holstein und bei den Berliner Philharmonikern.
Der Rolling Stone fragte auch, welchen Songtitel oder welche Textzeile aus einem Song die Politiker gerne im Wahlkampf einsetzen würde. Die smarte Idee mit „Don’t stop (thinking about tomorrow)“ von Fleetwood Mac hat Scholz allerdings geklaut von Bill Clinton. Die Präsidentschaftswahl hatte der damals, 1992, übrigens gewonnen.
Zurück zur seriösen Politik: Bei der Bundestagswahl am 26. September erwartet Landeswahlleiter Bruno Küpper eine Rekordbeteiligung von Briefwählern in Brandenburg. Ihr Anteil könnte sich im Vergleich zur letzten Bundestagswahl verdoppeln. 2017 hatten 21,5 Prozent per Brief abgestimmt. Wegen des erwarteten Anstiegs werden in Brandenburg 483 weitere Briefwahlbezirke eingerichtet, dafür verschwinden 307 herkömmliche Urnen-Wahllokale. Ihre Zahl liegt nun bei 2835.
Annalena Baerbock und Olaf Scholz sind nicht nur Kanzlerkandidaten, sie wetteifern im Wahlkreis 61 auch um das Direktmandat. Beide können Sie, liebe Leserinnen und Leser, am kommenden Montag beim MAZ-Wahltalk im Potsdamer Nikolaisaal live erleben. Das Podium komplettieren Saskia Ludwig (CDU), Linda Teuteberg (FDP), Norbert Müller (Linke) und Tim Krause (AfD). Wer keine Karten bekommen hat, kann die Gesprächsrunde im Livestream verfolgen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend mit Musik Ihrer Wahl!
Herzlichst
Thorsten Keller
Chef vom Dienst Digital
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