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Böhmermann vs. Luca-App++Söder und Sputnik++Hotelbrand in Neuruppin

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ab heute mischen die Hausärzte mit beim Impfen in Brandenburg - zumindest soweit ihnen Serum zur Verfügung steht. Das ist erst mal eine gute Nachricht. Denn: Ärzte kennen ihre Patienten am besten, und sie sind oft besser zu erreichen als das nächste Impf-Zentrum. Die schlechte Nachricht, Sie ahnen es: Vorerst gibt es nicht genug Impfdosen, so dass die Sache erst allmählich Fahrt aufnimmt. Aber immerhin: Ein Anfang ist gemacht.
Mein Kollege Rüdiger Braun war heute dabei, als in der Praxis der Diplom-Medizinerin Astrid Tributh im Potsdamer Stadtteil Bornstedt die ersten Patienten geimpft wurden. Er erlebte vor allem große Erleichterung. Wie auch Sie in Brandenburg an einen Impftermin beim Hausarzt bekommen, lesen Sie hier. Und wenn Sie wissen wollen, wie weit Brandenburg mit dem Impfen bereits ist (auch im Ländervergleich), empfehle ich Ihnen diesen Artikel mit zahlreichen sehr anschaulichen Grafiken. Spoiler: Es sah schon mal schlechter aus.
Sie ist für viele ein Baustein im Kampf gegen die Pandemie, und auch Brandenburg setzt auf sie. Die Rede ist von der so genannten Luca-App. Die Anwendung soll eine digitale Nachverfolgung von Kontaktpersonen bestätigter Covid-19-Fälle ermöglichen – per Smartphone im direkten Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Ziel ist es, Kontakte lückenlos zu dokumentieren und fehleranfällige und möglicherweise unvollständige Papier-Kontaktlisten zu ersetzen.
Allerdings lässt sich die App auch missbrauchen. Darauf hat jetzt unter anderem der Satiriker Jan Böhmermann hingewiesen. Auf Twitter rief er seine zahlreichen Follower dazu auf, sich unter falschem Namen etwa im Zoo Osnabrück einzuloggen. Dass das geht, konnte man in den sozialen Medien heute anhand zahlreicher teils alberner Screenshots erleben.
Böhmermann will mit seiner Aktion wohl zeigen, dass er die Luca-App für untauglich hält. Die Entwickler sehen das anders - und appelieren an das Verantwortungsbewusstsein der Nutzer. Auf ihrer Website erklärten sie heute: „Nutzer:innen können die Luca-App missbrauchen – und nachts im Zoo in Osnabrück einchecken. Ja, das geht mit der Luca-App. Sinn macht es nicht. Und es betrifft nicht die Sicherheit der Daten von Nutzer:innen oder Betreiber:innen der Luca-App.“
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend - machen Sie es sich gemütlich.
Ihr
MAZ-Chefredakteur
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