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Böhmermanns Coup ++ Kartenzahlung weiter gestört ++ Rezepte von Fürst Pückler

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
sicher sind Sie Ihnen auch schon begegnet: Hasskommentare im Internet. Wer sich auch nur gelegentlich in Sozialen Medien bewegt, kommt vermutlich kaum daran vorbei. Beleidigungen, Diffamierungen, Ekelhaftes in unzähligen Varianten - die Darreichungsformen sind vielfältig und haben doch eines gemeinsam: Die Urheber, die natürlich gern auf ihre Klarnamen verzichten, glauben offensichtlich, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist. Und seit der jüngsten Folge des “ZDF Magazin Royale” könnte man auf die Idee kommen, dass sie damit gar nicht so falsch liegen. Jan Böhmermann legt den Finger in die Wunde - wieder mal.
Was war passiert? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des “ZDF Magazin Royale” hätten, so heißt es, in allen 16 Bundesländern jeweils sieben Anzeigen zu unterschiedlichen Hasskommentaren aus dem Internet erstatten wollen. Ziel sei es gewesen, zu untersuchen, ob es sich beim Internet um einen rechtsfreien Raum handle oder das Recht nur nicht durchgesetzt werde. Die Polizei kommt dabei - Sie ahnen es - nicht gut weg.
In Brandenburg habe man die Anzeigen, ebenso wie in Sachsen und Sachsen-Anhalt, gar nicht erst aufgenommen, lautet das ernüchternde Fazit von Böhmermann und seinem Team, das Monate mit der Recherche zugebracht hat - hauptsächlich, um die Behörden vielleicht doch noch zum Handeln zu bewegen. Oder um Screenshots der angezeigten Kommentare ausgedruckt bei den Polizeiwachen einzureichen. Upload-Funktion bei den Internetwachen? In sechs von 16 Bundesländern nicht vorhanden.
Die Folge der letzten Böhmermann-Show vor der Sommerpause: In mehreren Bundesländern wird nun gegen Polizistinnen und Polizisten ermittelt. Auch in Brandenburg. Gegen eine Polizistin der Wache Fürstenwalde/Spree (Oder-Spree) werde wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt ermittelt, sagte Präsidiumssprecher Torsten Herbst. Ihr wird vorgeworfen, die Anzeige des Böhmermann-Teams nicht aufgenommen zu haben.
Nun ermittle das Kommissariat Amtsdelikte beim Landeskriminalamt gegen die Polizistin. Das Polizeipräsidium werde außerdem den Vorfall zum Anlass nehmen, alle Beamten des Präsidiums für den korrekten Umgang mit Hasskriminalitäts-Anzeigen zu „sensibilisieren“, so Herbst.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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