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Bombe in Potsdam entschärft++Neue Regeln für Fitnessstudios++Yoko Ono

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
heute war in Potsdam mal wieder Mike Schwitzke im Einsatz. Falls Ihnen der Name nichts sagt: Schwitzke ist Potsdams oberster Bombenentschärfer. Er hatte es einmal mehr mit einem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun, der bei Bauarbeiten am alten Straßenbahndepot der Landeshauptstadt gefunden wurde. Höchstwahrscheinlich war dieser in der so genannten “Nacht von Potsdam” am 14. April 1945 auf die Stadt niedergegangen. Es war die 205. Bombe, die seit der Wende in Potsdam unschädlich gemacht wurde, und es wird sicher nicht die letzte gewesen sein.
Innerhalb des Sperrkreises mussten etwa 3000 Menschen am Morgen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen, darunter auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Märkischen Verlags- und Druck GmbH, des Verlags der Märkischen Allgemeinen. Doch schon um 12.08 Uhr war alles vorbei, ohne besondere Vorkommnisse. Mike Schwitzke sei Dank.
Wie geht es weiter mit dem Impfen? Die Frage bleibt für viele Märker auch nach dem Impfgipfel zu Beginn der Woche ungeklärt. Aus Bayern kam heute die frohe Kunde, dass sich jeder impfen lassen kann, unabhängig von Alter, Beruf oder Krankengeschichte. Zumindest gilt dies für Hausarztpraxen. So weit sind wir in Brandenburg noch nicht. Der hiesige Impfstab bereitet derzeit eine Freigabe für die gesamte Priorisierungsgruppe 3 vor. Das könne laut Innenminister Michael Stübgen (CDU) noch in dieser Woche erfolgen oder zu Beginn der nächsten Woche.
Davon profitieren könnten Personen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind wie in Apotheken, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Energieversorgung, im Transport- und Verkehrswesen sowie Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten. Außerdem könnten sich Wahlhelfer impfen lassen. 
Zum Schluss noch ein Kulturtipp: Auf der internationalen Kunstausstellung Rohkunstbau wird in diesem Sommer die amerikanisch-japanische Künstlerin Yoko Ono (88) mit einer Arbeit vertreten sein. Das erfuhr die MAZ von Kuratorin Heike Fuhlbrügge. Die Witwe des Ex-Beatles John Lennon wird im Schloss Lieberose (Dahme-Spreewald) mit einem Wishtree (Wunschbaum) zu sehen sein. An diesem können die Besucher ihre Wünsche auf Zetteln verewigen. Ist das Kunst? Na klar. Aber ist es auch gut? Entscheiden Sie selbst. Die Ausstellung wird, sofern es die Corona-Infektionszahlen zulassen, am 19. Juni im Schloss Lieberose eröffnet. Sie geht bis zum 19. September.
Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Abend - und morgen einen schönen Feiertag Christi Himmelfahrt. Wir lesen uns hier wieder am Freitag, bis dahin halten wir Sie auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Ihr
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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Die erfolgreich von Mike Schwitzer entschärfte Bombe in Potsdam. Der entfernte Zünder liegt auf der gelben Unterlage. (Foto: Gartenschläger)
Die erfolgreich von Mike Schwitzer entschärfte Bombe in Potsdam. Der entfernte Zünder liegt auf der gelben Unterlage. (Foto: Gartenschläger)
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