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Chaos am BER ++500 Millionen für Guben++Hauen und Stechen in der CDU

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Liebe Leserinnen, liebe Leser;
verglichen mit den Menschen in der australischen Metropole Sydney, wo am Montag nach 106 Tagen ein harter Corona-Lockdown zu Ende ging, geht es den Brandenburgern und Berlinern richtig gut. Viele nutzen die zweiwöchigen Herbstferien für einen Urlaub, vor allem, wenn sie schulpflichtige Kinder haben.
Vom Maskenzwang am Airport und im Flugzeug und von der verpflichtenden digitalen Einreise-Anmeldung für Destinationen wie Spanien und Griechenland abgesehen, fühlt sich das Verreisen zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder halbwegs normal an. Die Welt steht den Märkern offen, vom BER aus sind 137 Ziele in 49 Ländern zu erreichen. Theoretisch jedenfalls.
In der Praxis sah sich der Hauptstadtflughafen dem ersten Härtetest seit der Eröffnung 2020 ausgesetzt (188.000 Passagiere in drei Tagen) und das war keine Erfolgsgeschichte. Vielmehr erinnerte das Wochenende an Zeiten, als der ewig unvollendete Flughafen in Schönefeld selbst einem Mario Barth verlässlich billigste Pointen lieferte.
Der jüngste, na gut, Witz: Die Empfehlung der Flughafengesellschaft, in den Herbstferien “mindestens zwei Stunden vor Abflug” am BER sein, hat vielen Passagieren nichts genützt. Sie erreichten trotz rechtzeitiger Ankunft im Terminal 1 nicht mehr ihre gebuchte Maschine - die Warteschlangen am Check-in und an den Sicherheitskontrollen waren einfach zu lang. Vor allem an den Schaltern der Lufthansa und ihrer Tochterfirmen Eurowings, Austrian und Swiss ging es nur im Schneckentempo voran.
Die internationalen Reaktionen sind verheerend. Nur ein Beispiel: Das renommierte Luftfahrtportal loyaltylobby.com schreibt sinngemäß, der BER sei eine Blamage für ganz Deutschland. Es sei aber auch keine Überraschung, dass an einem Flughafen mit 15-jähriger Bauzeit nichts nach Plan laufe. Den Kommentar meines Kollegen Torsten Gellner lesen Sie hier.
Nach 16-jähriger Regierungszeit darf sich die CDU, wenn nicht noch ein mittleres Wunder geschieht, in der Opposition regenerieren. Dieser Weg, säuselt Xavier Naidoo im Hintergrund, wird kein leichter, dieser Weg wird steinig und schwer. Eine Entscheidung ist zumindest schon gefallen: Der gesamte Vorstand wird neu gewählt, nicht nur der Vorturner. Ob dabei die Basis stärker gehört wird als bisher, ist noch unklar. Genau das fordert jedenfalls JU-Chef Tilman Kuban. Große Teile der CDU seien “eingeschlafen und demoralisiert”, heißt es in seinem selbstkritischen Besinnungsaufsatz in der “Welt am Sonntag”.
Es war aber auch Tilman Kuban, der Anfang Oktober als Anforderungsprofil für die Ära nach Armin skizzierte, ein “deutscher Sebastian Kurz” wäre doch was. Seit heute Mittag ist der Ösi Altkanzler mit 35 - und die Junge Union vielleicht ein bisschen schlauer: Schneidiges, nassforsches Auftreten alleine ist für einen Politiker dann doch zu wenig.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Herzlichst, Thorsten Keller, Chef vom Dienst Digital 
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