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Corona-Verordnung++Abwahlverfahren gegen Swen Ennullat++Schweinepest

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Liebe Leserinnen und Leser,
was tut man als Ministerpräsident, wenn man Gehör finden will? Man wählt möglichst plastische Formulierungen. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat heute im Landtag bei der Debatte über die Corona-Maßnahmen gesagt: „Jeden Tag sterben so viele Menschen, wie in einem mittleren brandenburgischen Dorf wohnen.“ Und: Er glaube, dass die schwerste Phase der Pandemie noch bevorstehe.
Wenn das stimmt, dann muss sich das Land auf unschöne Wochen und Monate gefasst machen. Denn die Kapazitäten in den Intensivabteilungen der Krankenhäuser werden knapp, gleichzeitig steigen die Inzidenzwerte für Brandenburgs Städte und Landkreise weiter. Vor diesem Hintergrund erscheinen die meisten der beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der privaten Kontakte durchaus sinnvoll.
Wenig Verständnis hatten viele Eltern in Brandenburgs Nachbarland Berlin, dass die dortigen Schulen, anders als in der Mark, am Montag wieder öffnen sollten. Nach heftiger Kritik ruderte der Senat heute wieder zurück - die Präsenzpflicht in den Schulen der Hauptstadt wird bis zum 25. Januar ausgesetzt. Aus Sicht der Familien ein Sieg der Vernunft. Insgesamt hat sich Rot-Rot-Grün an der Spree mit diesem Schlingerkurs allerdings kein gutes Zeugnis ausgestellt.
In Brandenburgs Kommunalpolitik dreht sich derzeit vieles um Corona, aber nicht alles. In Königs Wusterhausen gab es heute eine mit Spannung erwartete Sitzung der Stadtverordneten. Auf der Tagesordnung stand unter anderem ein Abwahlverfahren gegen den umstrittenen Bürgermeister Swen Ennullat. Am Ende gab es eine Mehrheit für einen Bürgerentscheid. Dieser wird nun am 7. März stattfinden. Ennullat werden unter anderem ein egoistischer Führungsstil und fehlende Kompromissbereitschaft vorgeworfen.
Und dann war da noch diese andere Seuche: die Afrikanische Schweinepest (ASP). Im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke wurde heute ein totes Wildschwein entdeckt. Der Kadaver ist nun auf dem Weg ins Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut in Riems (Mecklenburg-Vorpommern). In Groß Glienicke und im benachbarten Berlin bangt man der Rückmeldung entgegen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird Potsdam eine Allgemeinverfügung erlassen, in der bestimmte Regelungen wie die absolute Jagdruhe, die Einstellung der Freilandhaltung von Tieren und die Einrichtung einer Schutzzone vorgeschrieben werden. 
Über diesen Fall und alle weiteren Ereignisse in unserer Region halten wir Sie am Wochenende auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend - bleiben Sie gesund. Bis Montag an dieser Stelle.
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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