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DHL-Erpresser gesteht++Digitaler Impfpass startet++Ab 7. Juni Impfungen für Schüler ab 12 Jahren

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Staatsanwaltschaft und Polizei sind sicher: Der 35-Jährige, der sich gestern den Behörden gestellt hat, ist der DHL-Erpresser. Der Mann aus Brandenburg habe in den Vernehmungen zugegeben, für zehn Erpressungen verantwortlich zu sein. Er forderte Millionenbeträge in Bitcoins.
Dazu schickte er auch eine Paketbombe an eine Potsdamer Apotheke in unmittelbarer Nähe des Weihnachtsmarktes, wo sie am 1. Dezember 2017 ankam. Die Katastrophe konnte verhindert werden - die Polizei räumte Teile des Marktes, die Bombe wurde entschärft. Der Schreck blieb.
Der mehr als drei Jahre zurückliegende Vorfall ist also offenbar aufgeklärt. Die Beweislast ist erdrückend: In der Wohnung des Mannes wurden sein Rechner, sein Handy, eine Schreckschusswaffe und eine rote Mund-Nasen-Bedeckung sichergestellt - genau so eine Maske war auf dem Fahndungsfoto zu sehen gewesen. In den Knast muss der Erpresser vorerst aber noch nicht: Der Haftbefehl gegen ihn sei ausgesetzt, teilten die Behörden mit. Mein Kollege Ulrich Wangemann hat noch mehr Details zu dem Fall.
In Brandenburg startete heute der Testlauf für den digitalen Impfpass: Das Land ist neben Thüringen Modellregion für den Impfpass auf dem Smartphone. Der soll in der EU als ein freiwilliges und ergänzendes Angebot zum weiterhin gültigen gelben Heft eingeführt werden. Die dazugehörige App “CovPass” sucht man in den App- und Play-Stores dieser Welt aber noch vergeblich. Sie soll bald kommen, sagen die Entwickler. Wie der Impfpass dann funktionieren soll, erklären wir hier.
Ansonsten befinden sich die Inzidenzwerte in Brandenburg im freien Fall: Keine Region des Landes liegt derzeit über 50 - einer wichtigen Hürde für den kompletten Präsenzunterricht an Grundschulen, der kommende Woche wieder starten soll. Und der Kreis Ostprignitz-Ruppin meldet mit 7,1 gar eine einstellige Inzidenz. Ist diesen Werten zu trauen? Oder sind die Zahlen gerade nur deswegen so niedrig, weil über die Pfingsttage weniger PCR-Tests gemacht wurden? Dieser Frage hat sich mein Kollege Torsten Gellner gewidmet.
Eine gewisse Rolle für die niedrigen Inzidenzen wird auch der Impffortschritt spielen. Der geht aber vielen noch nicht schnell genug - und um das weitere Vorgehen zu besprechen, trafen sich heute Bund und Länder im Kanzleramt zum Impfgipfel. Die größte Neuigkeit: Ab dem 7. Juni soll für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren eine Corona-Schutzimpfung möglich sein. Eine eigene Impfkampagne für Schüler, wie es von einigen Medien kolportiert worden sei, werde es aber nicht geben, betonte Kanzlerin Angela Merkel.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Ihr
Robin Williamson
Chef vom Dienst Digital
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