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DHL-Erpressung: Verdächtiger stellt sich++Anschlag auf Tesla?

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
erinnern Sie sich noch an den 1. Dezember 2017? Das war der Tag, an dem in Potsdam ein aufmerksamer Apotheker eine Katastrophe verhinderte. Der Mann hatte beim Öffnen eines Pakets ein Zischen gehört und “komische Drähte” entdeckt. Daraufhin alarmierte er die Polizei. Diese sperrte den benachbarten Weihnachtsmarkt und untersuchte die Sendung. Neben einer Sprengvorrichtung und Nägeln befand sich darin auch ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben, mit dem der Paketzusteller DHL erpresst werden sollte.
Heute, mehr als drei Jahre später, steht der Fall möglicherweise vor der Aufklärung. Bei der Potsdamer Polizei hat sich ein Mann gemeldet und der Tat bezichtigt. Die Staatsanwaltschaft überprüft nun, ob es sich tatsächlich um den mutmaßlichen Erpresser handelt. Aus Sicherheitskreisen verlautete, man gehe davon aus, dass es der Gesuchte sei. Denn mit der Veröffentlichung eines Bildes aus einer Überwachungskamera hatten die Behörden den Fahndungsdruck deutlich erhöht. Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie der schweren räuberischen Erpressung.
In Grünheide (Oder-Spree) ermittelt das LKA ebenfalls - wegen eines möglichen Anschlags auf das künftige Tesla-Werk. Etwa 500 Meter von der neu entstehenden Elektroautofabrik entfernt hatten in der Nacht Kabel gebrannt. “Wir gehen davon aus, dass da jemand dran war”, so die Ermittler. Ein Brandanschlag? Darauf könnte zumindest ein Schreiben hindeuten, das am Mittag auf einer linksradikalen Internetseite veröffentlicht wurde. Darin bekennt sich ein Absender namens “Vulkangruppe”, den Brand gelegt zu haben. “Unser Feuer steht gegen die Lüge vom grünen Automobil”, heißt es darin.
In Berlin hatte es zuletzt vermehrt Anschläge auf Kabel an neuralgischen Punkten gegeben, zum Teil gefolgt von Bekennerschreiben aus der linksradikalen Ecke.
Ob die Kunde schon bei Tesla-Chef Elon Musk angekommen ist? Reagiert hat der US-Unternehmer bislang jedenfalls nicht. Aus Branchenkreisen hieß es, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den Baufortschritt.
Ich wünschen Ihnen noch einen schönen Abend.
Ihr
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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