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Feiertag für Grundschüler ++ Betrug mit Schnelltests ++ Notlandung am BER

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Liebe Leserinnen, liebe Leser;
am Morgen des Tages, an dem Deutschland die Grenze von 50 Millionen verabreichten Corona-Schutzimpfungen überschreiten wird (49,94 Millionen waren es bis Sonntagabend), erreicht mich um 10.47 Uhr eine wichtige Whatsapp-Nachricht. Meine Frau schickt ein Impfpass-Foto mit neuem Klebezettel drin, man hat ihr in Berlin-Tempelhof ein bisschen Moderna in den Arm gespritzt. Das ist eine große Erleichterung, denn für Asthmatiker ist es definitiv nicht empfehlenswert, sich Covid einzufangen.
Vor dem heutigen Impftermin (reibungslose Organisation, freundliche Mitarbeiter, wird mir lobend berichtet) war es der Senatsverwaltung für Gesundheit allerdings gelungen, meine Frau und etwa 2000 andere Impflinge maximal zu verunsichern. In der Nacht zum Freitag kam eine automatisierte E-Mail der Behörde mit einer Zeile wie ein Donnerschlag: “Daher kann Ihr Impftermin leider nicht wie geplant stattfinden.” Die lapidare Begründung: “Ort und/oder Zeitpunkt und/oder Impfstoff haben sich verändert.”
War das eine handfeste Absage in letzter Sekunde oder nur eine konfuse Formulierung? Die Klarstellung - mit Bedauern über etwaige Missverständnisse - folgt in einer zweiten Mail am Freitagabend um 20 Uhr: Alles halb so wild, es geht nur um den ORT der ZWEITEN Impfung: Diese findet nun in Tegel statt und nicht in Tempelhof. Aber, liebe Senatsverwaltung: Zweimal “und/oder” in einem Satz ist bei diesem sensiblen Thema eine Zumutung.
Während die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg unter 20 gesunken ist, und in Berlin unter 35, beraten beide Landesregierungen am Dienstag über weitere Lockerungen. Was in dem Entwurf für Brandenburg steht, lesen Sie hier.
Dass die Corona-Pandemie aber mitnichten ausgestanden ist, zeigt ein Blick auf andere Kontinente: In Südamerika steht die Copa América - das Pendant zur Fußball-EM - zwei Wochen vor dem Turnierstart ohne Gastgeber da. Argentinien macht einen Rückzieher, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort weit über 400. Und in Vietnams größter Stadt Saigon, die ebenfalls von einem heftigen Corona-Ausbruch heimgesucht wird, sollen alle neun Millionen Bewohner getestet werden. Als Superspreader haben die Staatsmedien dort eine protestantische Sekte ausgemacht, aber das könnte auch kommunistische Propaganda sein.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Herzlichst,
Thorsten Keller
Chef vom Dienst Digital
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