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Impfgipfel will Hausärzte nach Ostern impfen sehen+++Twitter-Ärger für Nonnemacher

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zu einer für Journalisten etwas gnädigeren Uhrzeit verkündete heute Abend Kanzlerin Merkel die Ergebnisse der heutigen Bund-Länder-Schalte zum Thema Impfen, die da lauten: Schon ab Ostern sollen Hausärzte routinemäßig gegen Corona impfen.
Allerdings stehen in der ersten Woche nur rund eine Million Impfdosen zur Vefügung, wie aus dem Beschlusspapier der Beratungen hervorgeht.
Außerdem sollen zum Schutz vor mutierten Corona-Viren aus Nachbarstaaten fünf Bundesländer zusätzliche Impfdosen erhalten. Dies betrifft das Saarland und Rheinland-Pfalz wegen ihrer Nähe zu Frankreich, aber auch Bayern, Sachsen und Thüringen, die an Tschechien angrenzen. Brandenburg geht bei den Zuschüssen leer aus - trotz der langen Grenze zu Polen, das ab Samstag in den Komplett-Lockdown zurückkehrt.
Immerhin geht es jetzt auch in Brandenburg mit dem Impfstoff von Astrazeneca weiter. Die Termine, die ab dem morgigen Samstag vereinbart waren, bleiben bestehen, berichtete heute das Gesundheitsministerium. Doch Termine für Astrazeneca-Impfungen, die zwischen dem 15. und 18. März stattfinden sollten, müssen über das Portal www.impfterminservice.de neu gebucht werden.
Das kriegt Berlin tatsächlich besser hin: Impfberechtigte, deren Termin durch den Impfstopp zwischen Montagnachmittag und Donnerstag nicht zustande gekommen ist, können dort diesen Samstag und Sonntag ohne Termin direkt in das ursprünglich für sie gebuchte Impfzentrum kommen oder für die kommende Woche über die Impfhotline einen Termin vereinbaren.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) wollte heute mal gute Nachrichten verkünden und posierte für ein Foto vor ihrem neuen Dienst-Audi mit Elektromotor. Der erste elektrisch betriebene Ministerwagen im Kabinett - das war dem Ministerium einen stolzen Tweet wert. Es dauerte nur Minuten, bis es dafür auf Twitter heftige Schelte gab, unter anderem von der Linken-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige. Diese warf Nonnemacher fehlende Bürgernähe vor. Wie man’s macht - man macht’s verkehrt.
In diesem Sinne - oder nein, lieber nicht in diesem Sinne - wünsche ich Ihnen trotzdem ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund. Wir lesen uns hier wieder am Montag, bis dahin halten wir Sie wie immer auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Herzliche Grüße
Robin Williamson
Chef vom Dienst (Digital)

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