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Jüdisches Zentrum++Libeskind-Turm für Potsdam++Afghanische Ortskräfte kommen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Potsdam kann sich glücklich schätzen. Ein Dreivierteljahrhundert nach dem Holocaust kehrt jüdisches Leben in die Stadt zurück, und seit heute gibt es auch wieder eine Synagoge. Das Gotteshaus wurde als Teil des neuen Europäischen Zentrums für Jüdische Gelehrsamkeit auf dem Campus Am Neuen Palais im Park Sanssouci eröffnet.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die neue Einrichtung als „Geschenk für unser Land“. Es sei eine „Ausbildungsstätte, die weit über die Grenzen ausstrahlt“ und „als weit geöffnetes Haus jüdischen Lebens“ auch Menschen anderen Glaubens anziehe und neugierig auf Begegnungen mache.
185 Jahre nach der Forderung des Rabbiners und Vordenkers des Reformjudentums Abraham Geiger, dass christliche und jüdische Geistlichenausbildung an den deutschen Universitäten gleichgestellt werden müssen, schließt sich der Kreis einer langen Entwicklung. Darauf hat der Initiator des neuen Zentrums, Rabbiner Walter Homolka, im Interview mit der MAZ hingewiesen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach heute von einem “Moment der Hoffnung, der Zuversicht, aber auch einem Moment der Dankbarkeit“. Schließlich sei dies der erste Synagogenbau in Brandenburg seit den Schrecken der Shoah gewesen. Noch in diesem Jahr, führte Woidke weiter aus, werde in Potsdam außerdem mit dem Bau einer weiteren Synagoge begonnen. „Ich freue mich sehr drauf.“
Grund zur Freude ist für viele Potsdamer auch die Aussicht auf ein neues architektonisches Juwel in der Stadt. Filmparkchef Friedhelm Schatz hat den New Yorker Star-Architekten Daniel Libeskind für sein Hochhausprojekt in Babelsberg gewonnen. Gestern Abend tauchte Libeskind überraschend persönlich im Bauausschuss der Stadt auf, um die Abgeordneten von seinen Plänen zu überzeugen. Das Gebäude soll Filmmotive aufgreifen, die geschwungene Grundrissform an einen Filmstreifen erinnern.
Potsdam wäre nicht Potsdam, wenn es neben zahlreichen wohlwollenden Stimmen nicht auch Kritik gäbe. Die kam unter anderem von der Fraktion "Die Andere” (“investorengetriebene Stadtentwicklung”). Liebeskind jedenfalls will seine Entwürfe so schnell wie möglich der Öffentlichkeit präsentieren. Dann können sich die Einwohner selbst ein Bild machen. Ein Libeskind-Tower in der Filmstadt? Potsdam kann sich glücklich schätzen.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend
Ihr
MAZ-Chefredakteur
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