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Lokführer-Streik++Inzidenzwert vor dem Aus?++Autonome Straßenbahn

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Pendler brauchen in dieser Woche starke Nerven. Schon wieder. Nach einigem Hin und Her am Sonntag - die Bahn hatte zumindest angeboten, über eine Corona-Prämie für die Beschäftigten zu verhandeln, die GDL dieses “Scheinangebot” entrüstet abgelehnt - begann in der Nacht zu heute ein weiterer Ausstand im Personenverkehr der Deutschen Bahn.
48 Stunden lang geht deutschlandweit kaum etwas. Verspätungen, Zugausfälle - alles ist dabei. Erst am Mittwoch um 2 Uhr früh soll auf den Schienen die Normalität wieder hergestellt werden. Die GDL baut mit dem erneuten Ausstand im Tarifkonflikt Druck auf die Bahn auf. Bereits vor zwei Wochen hatte es einen zweitägigen Streik im Regional- und Fernverkehr gegeben, mussten Urlauber und Pendler alternative Möglichkeiten suchen, ans Ziel zu kommen.
Auch heute dürfte Homeoffice für viele Arbeitnehmer das Mittel der Wahl gewesen sein. Immerhin dafür ist die Pandemie hilfreich - die Heimarbeitsroutine sitzt bei vielen Arbeitnehmern.
Routine haben wir in Sachen Pandemie alle längst - auch beim Blick auf die Inzidenzzahlen. Diese könnten nun aber als entscheidendes Kriterium ausgedient haben. Berichten zufolge hat sich das Corona-Kabinett des Bundes darauf verständigt, statt auf Inzidenzzahlen künftig auf Daten zur Hospitalisierung - also die Belastung des Gesundheitssystems - zu schauen.
Schwer vorstellbar, dass sich der Schalter so einfach umlegen lässt, aber eben auch richtig und wichtig, dass die Kriterien der Pandemiebeurteilung den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Am besten beurteilen können das allerdings sicher diejenigen, die vom Fach sind - allen voran Mediziner. Und da stoßen die Pläne des Bundes nicht gerade auf Begeisterung. „Bei exponentiellem Wachstum ist das nach meinem Verständnis eher schlecht”, twitterte etwa Prof. Martin Kriegel, Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts an der Technischen Universität Berlin.
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, plädiert für einen Dreiklang aus Inzidenz, Hospitalisierung und Intensivbelegung - und mit dieser Forderung ist er nicht allein. Auch das Robert-Koch-Institut hatte sich zuletzt für die Beibehaltung der Inzidenz als Corona-Indikator ausgesprochen. “Die Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik (hohe Inzidenzwerte haben zahlreiche Auswirkungen)”, hieß es in einem Bericht von Ende Juli.
Sieht so aus, als würden wir eine Pandemie-Routine nicht aufgeben müssen: das Abwarten.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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