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Nächster GDL-Streik ++ Spahn-Interview ++ Afghanen in Doberlug-Kirchhain

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
am Ende einer Woche mit dramatischen Nachrichten aus Afghanistan blicken wir nach Doberlug-Kirchhain im Süden Brandenburgs. Dort sind letzte Nacht knapp 60 afghanische “Ortskräfte” - also Menschen, die der Bundeswehr und den deutschen Organisationen vor Ort geholfen haben - angekommen. Erschöpft und und hungrig - “aber zufrieden und in einem guten gesundheitlichen Zustand“, wie der Leiter der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung, Sebastian Berg, sagte. Die Flüchtlinge seien zunächst mit Essen und Kleidung versorgt worden und hätten sich dann in ihre Zimmer zurückziehen können.
Es ist das traurige Schlusskapitel des 20-jährigen Einsatzes der westlichen Staaten am Hindukusch, der nun mit der Rückkehr des Taliban-Regimes unrühmlich endet. Dass offenbar niemand in der Bundesregierung den blitzartigen Vorstoß der Islamisten hat kommen sehen, ist ein gravierendes Politik-Versagen, das hoffentlich noch ein Nachspiel hat. Vorerst aber gilt es, alles zu tun, um denen, die uns vor Ort unterstützt haben und die nun um ihr Leben fürchten, die Flucht zu ermöglichen.
Meine Kollegin Gesa Steeger war heute in Doberlug-Kirchhain, um die Ankunft der ersten afghanischen Helfer zu beobachten. Dort traf sie auch Markus Grünewald, Staatssekretär im Brandenburger Innenministerium. Wie viele Afghanen in den kommenden Tagen und Wochen genau nach Brandenburg kommen werden, sei momentan noch nicht absehbar, sagte Grünewald. Die Bundesregierung habe angekündigt, 5000 weitere Menschen aus Afghanistan aufnehmen zu wollen. „Ärzte, Politiker und andere bedrohte Personen.“ Wann und ob diese Menschen kommen, liege auch an dem Erfolg der Evakuierungsmission in Afghanistan. Grüneberg: „Wir sind auf jeden Fall bereit, einen Teil dieser Menschen aufzunehmen.“
Wie verzweifelt die Menschen sein müssen, die in diesen Tagen versuchen, den Flughafen in Kabul zu erreichen, in der Hoffnung auf einen Flug in die Freiheit, das kann man nur ahnen. Heute kursierten Videos im Internet, die angeblich zeigen, wie Kleinkinder über die Absperrungen gereicht werden. Angesichts solcher Bilder muten die Probleme, mit denen wir uns herumschlagen, klein und lächerlich an.
Ich möchte Sie dennoch auf zwei Dinge hinweisen, die Ihnen am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche das Leben schwer machen könnten: Falls Sie mit dem Auto Richtung Norden unterwegs sind, sollten Sie sich vorher hier informieren. Denn der nördliche Berliner Ring ist von heute Abend bis Sonntag zwischen Oranienburg und Birkenwerder gesperrt. Und ab Montag hat die Gewerkschaft der Lokführer mal wieder zum Streik im Personennahverkehr aufgerufen. 48 Stunden lang geht dann so gut wie nichts mehr auf der Schiene. Wo noch was fährt und welche Alternativen es gibt, lesen Sie hier.
Aber jetzt hinein ins Wochenende - machen Sie was draus. Wir lesen uns hier wieder am Montag, bis dahin halten wir Sie auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Ihr
MAZ-Chefredakteur
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