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Rückkehr zum Distanz-Unterricht++Testpflicht an Schulen++Jugendpsychologe am Limit

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es war keine Überraschung, die Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bildungsministerin Britta Ernst heute in der Staatskanzlei verkündeten: Die weiterführenden Schulen kehren direkt nach den Osterferien in den Distanzunterricht zurück. Für die Schüler ist dann wieder Homeschooling angesagt.
Zu hoch sind die Zahlen der Neuinfektionen in Brandenburg, zu schnell breitet sich die Corona-Mutante B.1.1.7 auch in diesem Bundesland aus, als dass das Wechselmodell weiter für so viele Schüler und Lehrer Bestand haben könnte. Ausnahmen gelten jedoch für die Grundschulen sowie - wie gehabt - für Abschlussklassen und Förderschulen.
Außerdem verständigte sich das Kabinett auf eine Verschärfung der Teststrategie. In der Woche ab 19. April sollen Schüler die Klassenzimmer nur betreten dürfen, wenn sie einen aktuellen Corona-Schnelltest gemacht haben (und dieser negativ ist). Pro Schüler sollen zwei Schnelltests in der Woche vorgeschrieben werden. Dies sei dann die Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht - alle anderen müssen zuhause beschult werden.
Dass diese Schritte gegangen werden müssen, tue ihm “wahnsinnig leid”, sagte Woidke vor den Pressevertretern. “Jede Stunde, die nicht regulär gehalten werden kann, tut uns sehr weh.” Dass die Situation sehr belastend ist für Schüler, sei ihm bewusst.
Nicht wenige benötigen deshalb Hilfsangebote - wie etwa eine Therapie. Der Wittstocker Kinder- und Jugendpsychologe Tom Keipert etwa kommt kaum hinterher mit der Arbeit. “Kinder und Jugendliche haben es in der Pandemie schwerer, weil sie sich an all die Veränderungen im Leben und in der Schule noch zusätzlich anpassen müssen”, sagt er. “Dabei haben sie ohnehin schon genug mit sich zu tun.” Er macht sich Sorgen, welche Langzeitfolgen die Pandemie für die jüngere Generation mit sich bringt. “Da wird mir bange.”
Immerhin können in dieser Woche die Impfungen in Hausarztpraxen durchstarten, schon morgen geht es los. Etwa 30.000 Impfdosen seien bereits bei den Brandenburger Ärzten angekommen, die schleunigst verimpft werden sollen. Es geht also weiter. Irgendwie.
Bleiben Sie gesund!
Viele Grüße,
Robin Williamson
Chef vom Dienst (Digital)

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