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++Streit um Wölfe++Impfdosen immer noch knapp++Steinmeier bereit für zweite Amtszeit++

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
willkommen an diesem Freitagabend! Heute soll es mal nicht gleich um Corona gehen, sondern zunächst um den Wolf. Canis lupus hat sich im Märkischen etabliert, seit er unter strengem Schutz steht. Für das Wolfsjahr 2019/2020 wurden in Brandenburg 59 Rudel und 10 Paare nachgewiesen, so der Naturschutzbund Nabu. Was Tierfreunde und Umweltschützer freut, bereitet Tierhaltern und Dorfbewohnern große Sorgen.
Der Konflikt nimmt an Schärfe zu, seit es regelmäßig zu Wolfsattacken auf Weidetiere kommt. Jüngster Vorfall: In Kähnsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Seddiner See (Potsdam-Mittelmark), haben zwei Wölfe fünf Schafe gerissen. 20 Meter entfernt schliefen die Halter. Es war nicht das erste Mal, dass ein Wolf in der Gegend war. Die Betroffenen fühlen sich im Stich gelassen - zumal sie nach eigenen Angaben trotz Beantragung bei der Naturschutzbehörde keinen wolfssicheren Zaun bekommen haben. Auch auf eine Entschädigung für einen früheren Vorfall warte man vergeblich.
Ähnlichen Ärger gibt es in anderen Regionen, die MAZ berichtet regelmäßig. Heute nun ist der Streit um den Wolf einmal mehr eskaliert. In einem gemeinsamen Appell wandten sich der Landesbauernverband Brandenburg sowie der Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark an Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) und das ihm unterstellte Landesamt für Umwelt. Die Forderung: Das Land möge die Wolfsverordnung endlich konsequent umsetzen, sprich: so genannte Poblemwölfe auch mal “entnehmen” (anderes Wort für erschießen).
Konkret geht es um einen Fall von mehrfachen Wolfsangriffen in einem Wildgehege bei Blankensee (Teltow-Fläming). Ende März waren dort wiederholt Wölfe eingedrungen, mehrere Damhirsche wurden getötet – trotz ausreichender Schutzmaßnahmen. Das Land allerdings argumentiert dagegen und weigert sich zu handeln. Das sei hanebüchen, kritisiert Jens Schreinicke, Wolfsbeauftragter des Landesbauernverbandes Brandenburg. „Das Amt muss sich kümmern“, sagt auch Gregor Beyer, Geschäftsführer des Forum Natur Brandenburg. Dabei gehe es auch um die Akzeptanz der Wölfe. Wenn diese schwinde, dann werde es für den Wolf künftig schwer in Brandenburg.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein schönes Wochenende - machen Sie was draus. Wenn die Meteorologen recht haben, dann wird es sogar angenehm warm. Wir lesen uns hier wieder am Montag, bis dahin halten wir Sie wie immer auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Ihr
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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