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Verschollene Impfdosen ++Verpfuschte Klausuren++Prinzen versus BBC

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ist es eine Nachricht, wenn ein Mensch in ein Lokal geht und dort etwas bestellt? Heute schon. Nach fast einem halben Jahr gastronomischer Abstinenz können die Brandenburger nun wieder ausgehen. Dank niedriger Coronazahlen hat die Außengastronomie geöffnet. Nur in Cottbus und Elbe-Elster blieb der Zapfhahn zu: Sie wissen schon, die Inzidenzen. Dort, wo die Durststrecke verlängert wurde, bietet vielleicht das Wetter Trost: Es ist nicht so toll, dass es einen unbedingt ins Freiluft-Restaurant zieht.
Andererseits: Wann hatte man zuletzt das Vergnügen, sich von einem Kellner bedienen zu lassen? Das dachte sich wohl auch der Berliner Rene Müller, der heute Mittag “trotz frischen Windes” als einer der Ersten in das Restaurant Erdinger am Gendarmenmarkt ging und dabei von der Nachrichtenagentur dpa begleitet wurde. Es gab Buletten mit Spitzkohl und Pommes, notierten die Reporter, und Herr Müller war äußerst zufrieden. Zumindest wurde er mit den Worten zitiert: “Ich habe ewig gewartet, wieder herzukommen, da schmeckt es jetzt noch besser.”
Wenn auch Sie an diesem langen Wochenende mal wieder was trinken gehen oder Kultur erleben wollen (auch das ist wieder möglich), dann gilt es jedoch, einige Regeln zu beachten. Neben der Testpflicht beziehungsweise Ausweispflicht für vollständig Geimpfte gilt, dass Gäste ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung hinterlassen müssen. Dafür gibt es in Brandenburg elektronische Methoden, wie etwa die Luca-App, doch auch die analoge Form, also mit Listen auf Papier. Wie das genau funktioniert und was Sie angeben müssen, steht hier.
Vom wiedergewonnenen Spaß aber nun zum Ernst des Lebens: In Brandenburg sollen die Schulen der Primarstufe ab dem 31. Mai wieder in den vollständigen Präsenzunterricht zurückkehren. Voraussetzung ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das sieht der Entwurf der neuen Eindämmungsverordnung vor, die das rot-schwarz-grüne Kabinett am Dienstag beschließen will und die der MAZ vorliegt. Ob es sinnvoll ist, vier Wochen vor dem Ferienbeginn jetzt mit viel Aufwand in den Normalbetrieb zurückzukehren, sei dahingestellt (viele Lehrer in Brandenburg bezweifeln es). Die Landesregierung ist fest entschlossen, diesen Schritt zu gehen. Wollen wir hoffen, dass der Präsenzunterricht das Infektionsgeschehen nicht wieder antreibt. Wäre doch zu schade um die neuen Möglichkeiten.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Pfingstwochenende mit hoffentlich viel Sonne zwischendurch. Bleiben Sie gesund! Wir lesen uns hier wieder am Dienstag, bis dahin halten wir Sie auf maz-online.de auf dem Laufenden.
Ihr
Henry Lohmar
MAZ-Chefredakteur
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