Profil anzeigen

Woidkes Rolle rückwärts++Grünes Licht für Astrazeneca

MAZ UpdateMAZ Update
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Satz des Tages kommt aus Bayern. “Wir müssen aufpassen, dass aus der dritten Welle keine Dauerwelle wird”, hat Markus Söder gesagt. Ob man den Ruf des CSU-Mannes in Potsdam vernommen hat? Jedenfalls kam die Brandenburger Landesregierung heute zusammen, um die Corona-Lage neu zu bewerten. Soeben wurde bekannt: Die umstrittene 200er-“Notbremse” ist Geschichte. Ab Montag müssen regional Einschränkungen für mindestens 14 Tage vorgenommen werden, wenn in einem Kreis die 7-Tage-Inzidenz von 100 drei Tage hintereinander überschritten wird.
Damit macht Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Rolle rückwärts. Für die bisherige Regelung, die den Kreisen deutlich mehr Spielraum ließ, war er teils heftig kritisiert worden. Nun nimmt er die Kreise wieder an die Leine. Seine Begründung: „Wir wollen damit in diesen Landkreisen die Infektionsdynamik brechen.“ Wie zu hören ist, gab es unter den Landräten auch kritische Stimmen.
Was bedeutet das Ganze nun konkret? Bei dreitägigem Überschreiten der 100er Inzidenz müssen in den betroffenen Kreisen
  • viele Geschäfte des Einzelhandels wieder schließen.
  • Gedenkstätten und Museen, aber auch Galerien und öffentliche Bibliotheken bleiben ebenfalls zu.
  • Individualsport auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel wird auf maximal zwei Personen beziehungsweise die Personen des eigenen Haushalts beschränkt.
  • Nicht betroffen von der Rücknahme sind Bau- und Gartenmärkte sowie Blumenläden und körpernahe Dienstleistungen.
  • Die Schulen bleiben offen.
Besonders kritisch ist die Lage aktuell im Landkreis Elbe-Elster. Dort wurde heute die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 überschritten. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) spricht im MAZ-Interview von einem “diffusen Infektionsgeschehen”. Man habe keine Hotspots ausgemacht, ein möglicher Infektionstreiber seien die vielen Berufspendler nach Sachsen und Berlin.
Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Impfstoff Astrazeneca gegeben. Das Vakzin sei “sicher und wirksam”, es werde aber eine Warnung vor möglichen Blutgerinnseln in den Beipackzettel aufgenommen. Vielleicht nimmt ja die Impfkampagne nun endlich Fahrt auf.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.
Ihr
MAZ-Chefredakteur

***
Für weitere Daten klicken Sie bitte auf die Grafik.
Für weitere Daten klicken Sie bitte auf die Grafik.
***
Die wichtigsten Corona-Nachrichten im Überblick

Corona: 60 Prozent der VBB-Fahrgäste fühlen sich unwohl im ÖPNV
Potsdam zieht Notbremse: Das sind die neuen Beschlüsse
Grünen-Chefin Schmidt sieht keine Entmachtung von Nonnemacher
Interview mit Landrat von Elbe-Elster: „Oft wird das Virus beim Frühstück weitergegeben“
***
Reportagen und Geschichten aus Brandenburg

Freie Bauern Brandenburg: Erste Erfolge gegen Photovolatik auf Ackerflächen
Brandenburger lässt es absichtlich krachen und betrügt Versicherungen
Brücke in Brandenburg/Havel: Was Sie zur Sprengung wissen müssen
***
Corona-Ratgeber und Service

Corona-Notbremse in Brandenburg: Wie sinnvoll ist die Orientierung am Inzidenz-Wert 100?
***
Und was war sonst noch los?

Mehr als 200 Verstöße gegen Quarantäne-Auflagen in Brandenburg
Übernahme durch Edeka: Noch unklar, was mit Neuruppiner Real-Markt passiert
***
Impfstelle am Potsdamer Bergmann-Klinikum gestartet
Tipp des Tages

***
UKW-Sendern droht die Abschaltung
Putin kontert Biden: „Ich wünsche ihm Gesundheit“
In Ludwigsfelde eröffnet ein Brautmodengeschäft - geführt von bekannten Influencerinnen
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.